Top-Ten-Infos: Erkältung beim Hund

Top-Ten-Infos: Erkältung beim Hund
Winterzeit ist Erkältungszeit - und das nicht nur bei uns Zweibeinern. Warum auch Hunde sich erkälten können, woran Du das erkennst und wie Du Deinem Vierbeiner am besten helfen kannst, erklärt dieser Ratgeber.

1.Das Wichtigste auf einen Blick:


•Erkältungssymptome beim Hund ähneln denen beim Menschen: Husten, Niesen und laufende Nase.
•Vor allem kaltes, feuchtes Wetter und trockene Heizungsluft in Innenräumen setzen die Abwehrleistungen des körpereigenen Immunsystems herab.
•Bei einer leichten Erkältung braucht der Hund vor allem Ruhe und Wärme.
•Geht es dem Tier nicht nach spätestens zwei Tagen wieder besser oder verschlechtern sich die Symptome, sollte ein Tierarzt nach der Ursache suchen.
•Manche Krankheiten beginnen mit ähnlichen Anzeichen wie eine Erkältung.
•Ein erkälteter Hund sollte ausreichend Wasser oder lauwarmen Kräutertee trinken.
•Erkältungskeime sind sehr ansteckend, daher sollten kranke von gesunden Hunden ferngehalten werden.
•Achte im Herbst und Winter darauf, den Hund immer gut abzutrocknen, und sorge für einen warmen Liegeplatz.
•Hunde, die leicht frieren, sollten bei Kälte einen Hundemantel tragen.
•Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung helfen, das Immunsystem des Hundes zu stärken.

2.Symptome: So erkennst Du, dass Dein Hund sich erkältet hat


Die Erkältungsanzeichen sind bei Hunden ähnlich wie bei uns Menschen. Allerdings treten die Symptome nicht immer alle oder in der gleichen Heftigkeit auf, bei manchen Vierbeinern bemerkt man vielleicht auch nur eine leichte Unpässlichkeit:

•Ausfluss aus der Nase
•tränende oder gerötete Augen
•Husten
•Niesen
•leichte Probleme beim Atmen
•Fressunlust
•Hund friert leicht
•erhöhtes Schlafbedürfnis
•leichtes Fieber (beim Hund ist die Normaltemperatur 38°-39°!)

3.Ursachen: Warum sich auch Hunde erkälten können


Für den Schutz gegen Krankheitskeime wie Viren oder Bakterien ist das körpereigene Immunsystem zuständig. Kühle Außentemperaturen und der Wechsel zwischen kalt-feuchter Atemluft draußen und trockener Heizungsluft drinnen können im Herbst und Winter allerdings zu einer Schwächung der Abwehrkräfte führen, so dass Erreger diese leichter überwinden können.

Nach einem Spaziergang bei trübem Herbstwetter oder im Schnee ist das Hundefell feucht. Legt sich der Vierbeiner dann auf einen kühlen Untergrund wie den Fliesenboden in Deinem Flur, fährt seine Körpertemperatur herunter. Hat er zuvor unterwegs einen Artgenossen getroffen, der die hochansteckenden Erkältungskeime bereits in sich trug, sind diese längst übergesprungen und können nun die Abwehrschranken Deines Hundes leicht überwinden.

Während normalerweise die über Nase und Maul eingedrungenen Viren in den Rachenmandeln abgefangen werden, lässt das geschwächte Immunsystem einige Keime passieren, so dass sie in den tiefen Atemorganen zu Entzündungen führen können.

Die gereizten Schleimhäute in Nase und Rachen reagieren mit einer vermehrten Sekretproduktion, um die Krankmacher doch noch aus dem Körper zu spülen, mit der Folge, dass die Hundenase läuft, die Augen tränen und das Tier häufig niesen und husten muss.

Als nächster Abwehrschritt muss die Körpertemperatur wieder hochgefahren werden, um den Keimen einzuheizen, daher bekommt der Hund leichtes Fieber. Das wiederum wirkt sich auf sein Allgemeinbefinden aus, er wirkt schlapp und müde. Meist dauert dieser Zustand einige Tage an, bis es der Körper geschafft hat, die krankmachenden Keime vollständig abzutöten und aus dem Körper zu entfernen.

Gelingt das allerdings nicht oder steckt sogar eine andere Erkrankung dahinter, die mit ähnlichen Symptomen beginnt, dann sollte der Patient einem Tierarzt zur Abklärung der Ursache vorgestellt werden.

4.Entscheidung: Nicht so schlimm oder ein Fall für den Tierarzt?


Genau wie bei uns ist eine Erkältung bei Hunden zwar unangenehm, aber nicht immer sofort ein Grund zur Panik. Sofern der Vierbeiner nur leichte Anzeichen zeigt, sich vielleicht etwas schlapp fühlt oder eine triefende Nase hat, können Ruhe und kuschelige Wärme schon ausreichen, und er ist nach ein bis zwei Tagen wieder fit und munter.

Sofern die Symptome allerdings länger als zwei Tage andauern oder sich deutlich verschlechtern, muss unbedingt abgeklärt werden, ob vielleicht eine andere Erkrankung dahinter steckt. Differentialdiagnostisch kommen zum Beispiel folgende Hundekrankheiten in Frage, die sich zunächst durch ähnliche Anzeichen bemerkbar machen wie eine Erkältung:

•Zwingerhusten
•Infektionskrankheiten wie Staupe oder Hepatitis
•Lungenentzündung
•Herzerkrankungen
•Allergien
•Fremdkörper in den Atemwegen

Zudem sollte der Hund unbedingt tierärztlich untersucht werden, wenn er Symptome zeigt wie

•ein stark beeinträchtigtes Allgemeinbefinden (sehr schlapp, sehr müde)
•Fressunlust oder Futterverweigerung
•Nasen- und Augenausfluss trüb bis eitrig
•ständigen Nies- oder Hustenreiz
•hohes Fieber (ab 39° beginnt Fieber beim Hund)
•andere Anzeichen einer Erkrankung wie Durchfall oder Erbrechen

5.Diagnostik: Das untersucht der Tierarzt


Nach einer gründlichen Allgemeinuntersuchung und der Erhebung eines genauen Vorberichtes durch den Hundehalter (seit wann bestehen die Probleme, welche Symptome zeigt der Hund, wie ist der Impfstatus usw.) wird der Tierarzt weitere Untersuchungen durchführen, um die Ursache zu finden.

Mittels einer Blutuntersuchung lassen sich beispielsweise einige Infektionskrankheiten nachweisen. In einem Abstrich aus Nase oder Rachen können die vorhandenen Keime erkannt werden. Auch die Diagnostik mittels Ultraschall oder Röntgen kann notwendig sein, um innere Erkrankungen oder Veränderungen an Organen sichtbar zu machen.

Da es für die Symptome viele unterschiedliche Ursachen geben kann, müssen häufig mehrere Untersuchungsmethoden angewendet werden, um nach und nach bestimmte Krankheiten ausschließen und so die richtige Therapie finden zu können.

6.Hausmittel: Das hilft dem Hund bei leichter Erkältung


Gegen leichte Erkältungssymptome bei Hunden helfen häufig bewährte Hausmittel, und schon nach wenigen Tagen ist der Vierbeiner wieder gesund. An oberster Stelle stehen dabei Ruhe und Wärme - akzeptiere, wenn Deine kranke Fellnase keine Lust auf lange Spaziergänge oder das sonst übliche Ball- oder Stöckchenspielen hat. Manchmal reicht bereits ein kurzer Gang in den Garten oder einmal um den Block, um die notwendigen Geschäfte zu erledigen, und dann nichts wie heim ins warme Körbchen.

Ist der Hund unterwegs nass geworden, muss er unbedingt besonders gründlich abgetrocknet und danach auf eine trockene und warme Unterlage gebettet werden. Manche Vierbeiner mögen es auch, wenn man sie mit einer weiteren Decke zudeckt. Eine angenehm warme, in ein Handtuch gewickelte Wärmflasche sorgt zusätzlich für wohlige Temperaturen.

Du solltest auch darauf achten, dass Dein Patient genügend trinkt. Das ist nicht immer ganz einfach, wenn der Appetit sowieso nicht so groß ist - versuche es doch mal mit lauwarmem Wasser oder einem milden, frisch gebrühten und handwarm abgekühlten Kräutertee aus Kamille, Fenchel oder Salbei.

Oder füge dem Wasser ein paar Tropfen Brühe hinzu. Auch kleine Stücke Obst oder Gemüse im Napf animieren so manchen trinkfaulen Hund dazu, es doch einmal zu versuchen.

Zur Beruhigung des Hustenreizes kann bei erwachsenen Hunden auch ein Löffel Honig oder Fenchelhonig ins Trinkwasser oder über das Futter geträufelt werden - vielleicht mag er sogar direkt vom Löffel lecken. Für Welpen ist Honig wegen ihres noch nicht voll ausgereiften Immunsystems allerdings keine Empfehlung.

Absolut tabu für Hunde sind Erkältungsmedikamente aus dem Humanbereich! Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol beispielsweise sind für Hunde und auch Katzen hochgradig giftig und können schlimmstenfalls sogar zum Tod führen.

7.Therapie: Wenn Hausmittel allein nicht reichen


Sollte es dem Hund nach wenigen Tagen und nur durch Anwendung der genannten Hausmittel nicht besser gehen, wird der Tierarzt eine gezielte Therapie einleiten. Diese richtet sich nach der festgestellten Ursache für die Gesundheitsprobleme.

Handelt es sich tatsächlich „nur“ um eine Erkältung, die allerdings hartnäckig ist oder dem Hund schwer zu schaffen macht, können zum Beispiel schleimlösende und entzündungshemmende Mittel dabei helfen, den Hustenreiz und die laufende Nase zu beruhigen. Haben sich bereits Bakterien im Rachen- oder Nasenabstrich nachweisen lassen, helfen spezifische Antbiotika.

Bei manchen Patienten, die besonders anfällig sind, kann auch eine generelle Stärkung des Immunsystems dazu beitragen, krank machende Keime effektiver abzuwehren.

8.Kosten: So teuer kann eine Behandlung bei Erkältung werden


Die Kosten für eine tierärztliche Behandlung des erkälteten Hundes richten sich nach der Schwere der Symptome, den angewendeten Untersuchungsmethoden und den eingesetzten Medikamenten. Eine genaue Angabe der möglichen Kosten ist schwierig, daher kann hier nur eine sehr allgemeine Übersicht gegeben werden:

Einzelposten 1-facher Satz 2-facher Satz 3-facher Satz
Allgemeinuntersuchung 23,62 Euro 47,24 Euro 70,86 Euro
Injektion, subkutan, intrakutan, intramuskulär 11,50 Euro< 23,00 Euro 34,50 Euro
Eingehende Untersuchung einzelner Organe des HNO-Bereichs 17,25 Euro 34,50 Euro 51,75 Euro



(Diese Kosten sind Nettopreise und können je nach Tierarzt und Aufwand variieren, hinzu kommen weitere Kosten für Medikamente und Verbrauchsmaterial, daher sind nur ungefähre Angaben möglich)

9.Versicherung: Wie Du Dich gegen hohe Tierarzt-Kosten absichern kannst

 

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Stand 31.12.2022
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10.Vorbeugung: Wie Du eine Erkältung bei Deinem Hund vermeiden kannst


Der beste Schutz vor Erkältungskeimen ist ein gut funktionierendes Immunsystem. Mit einigen Maßnahmen kannst Du entscheidend dazu beitragen, die körpereigene Abwehr Deines Vierbeiners zu unterstützen:

1.Gesunde Ernährung: Erhält ein Hund von Anfang an hochwertiges Futter, das ihn mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt, ist das eine wichtige Voraussetzung für eine stabile Gesundheit.

2.Bewegung: Auch für Hunde ist regelmäßige Bewegung und sinnvolle Beschäftigung an der frischen Luft wichtig, um eine gute Immunabwehr zu entwickeln.

3.Trockenes Fell: Nach dem Aufenthalt im Freien bei feuchter, kalter Witterung ist es wichtig, den Vierbeiner mit einem weichen Handtuch oder Lappen gründlich abzutrocknen und dafür zu sorgen, dass er eine warme Liegeunterlage hat.

4.Gesunde Luft: Gerade in der kalten Jahreszeit leiden Hund und Mensch häufiger unter sehr trockener Atemluft. Mit Hilfe spezieller Luftbefeuchter kann das Raumklima deutlich verbessert werden.

5.Ansteckungsgefahr meiden: Erkältungskeime sind meist sehr ansteckend, daher sollte der Kontakt zu sichtbar erkrankten Hunden gemieden werden. Ist Dein eigener Vierbeiner erkältet, solltest Du ebenfalls dafür sorgen, dass er andere Hunde nicht anstecken kann.

6.Frieren verhindern: Sehr kleine Hunde oder solche mit sehr kurzem Fell frieren schneller als größere und dicht behaarte Vierbeiner. Da kann in der kühlen Jahreszeit ein spezieller Hundemantel helfen, der auch gegen Regen, Schnee und Feuchtigkeit schützt.

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