Obst ist gesund - auch für den Hund? 5 Fakten über Blaubeeren

Obst ist gesund - auch für den Hund?  5 Fakten über Blaubeeren

Auch wenn es sie inzwischen ganzjährig zu kaufen gibt, ist die Blau- oder Heidelbeere eigentlich eine klassische Sommerfrucht. Etwa ab Ende Juni findet man die kleinen, kugelrunden und tiefblauen Beeren an niedrig wachsenden Büschen vor allem im Wald. Nicht nur für uns Menschen, auch für Hunde ist dieses Obst ausgesprochen schmackhaft und außerdem noch sehr gesund! Was Du bei Blaubeeren beachten solltest:

1.) Dürfen Hunde Blaubeeren fressen? 

Ja, auch für Hunde sind Blaubeeren eine feine Leckerei, die sie ohne Bedenken schlemmen dürfen. Sofern Dein Vierbeiner frisches Obst mag, gönne ihm im Sommer gerne ein paar frische Blaubeeren. 

Als gesunde Zwischenmahlzeit oder Belohnungshäppchen können die kalorienarmen Früchte (nur ca. 45 kcal auf 100 g) in kleinen Mengen bedenkenlos gefüttert werden. Und selbst für Hunde, die sich für frisches Obst und Gemüse nicht so sehr begeistern können, gibt es die Möglichkeit, Blaubeeren als Nahrungszusatz oder -ergänzung zu verwenden, um deren gesundheitliche Vorteile dennoch zu nutzen. 

2.) So gesund sind Blaubeeren 

Die Blau- oder Heidelbeere wächst an niedrigen, stark verzweigten Sträuchern vor allem im Halbschatten von Wäldern, Mooren oder Heidelandschaften. Nach der Blüte im Frühjahr entwickeln sich die etwa 0,5 bis 1 Zentimeter großen, runden Früchte, die zur Erntezeit von Ende Juni bis September ihre charakteristische schwarzblaue Färbung zeigen.

Man unterscheidet zwischen der in Nordeuropa und Asien heimischen Eurasischen Waldheidelbeere und der Amerikanischen Heidelbeere. Während erstere durch und durch blau gefärbt ist, finden sich die auch Anthocyane genannten blauschwarzen Farbstoffe bei der amerikanischen Unterart nur in der Schale. Etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde aus dieser Blaubeer-Form die heutige Kulturheidelbeere gezüchtet, die ebenfalls helles Fruchtfleisch hat und mittlerweile in großen Mengen ganzjährig im Handel angeboten wird. Im Unterschied zur europäischen Wildform färbt die Kulturheidelbeere nicht, so dass Mund, Zähne und Finger beim Verzehr sauber bleiben. Die Zuchtform wird deutlich größer und ist länger haltbar, schmeckt allerdings weniger aromatisch als ihre wilde Verwandte.

Sowohl wilde als auch gezüchtete Heidelbeeren stecken prall voller gesunder Inhaltsstoffe, die auch für den Hund viele Vorteile bieten: 

  • Vitamin C ist mit rund 20-30 mg je 100 g Heidelbeeren wichtig für Zellschutz und Immunabwehr, übernimmt außerdem noch zahlreiche andere wichtige Aufgaben im Stoffwechsel des Hundes.
  • Betacarotinist die Vorstufe des vor allem für die Augengesundheit wichtigen Vitamin A, in das dieses Provitamin im Körper des Hundes umgewandelt wird. In 100 g Blaubeeren stecken etwa 30 Mikrogramm Betacarotii.
  • Vitamin Ewirkt sich positiv auf Haut und Fell des Hundes aus und ist zudem wichtig für das Immunsystem.
  • Folsäure, unerlässlich für die Regeneration von Körperzellen und die Blutbildung, kann vom Organismus nicht selber produziert werden; Blaubeeren sind mit ca. 5-10 Mikrogramm je 100 g ein guter Folsäure-Lieferant.
  • Kalium,Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink sind wichtige Mineralstoffe unter anderem für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Muskeln und reichlich in Blaubeeren enthalten.
  • Polyphenole und Flavonoidewie der für die typische Blaufärbung der Heidebeere verantwortliche Farbstoff Anthocyan wirken antioxidativ, entzündungshemmend, stressregulierend und können schweren Erkrankungen vorbeugen.
  • Ballaststoffein der Blaubeere wirken positiv auf die Darmgesundheit und fördern eine gesunde Verdauung. 

Während frische Blaubeeren mit ihren gesunden Ballaststoffen bei Verstopfung abführend wirken können, lassen sich getrocknete Heidelbeeren aufgrund der enthaltenen Gerbsäuren bei der Behandlung von Durchfall beim Hund verwenden. Allerdings solltest Du im Krankheitsfall unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt nehmen und Deinen Vierbeiner nicht eigenmächtig mit Hausmitteln behandeln.  

3.) Die Menge machts - so viel Blaubeeren sollte der Hund fressen

Sofern der Hund frisches Obst gerne frisst, können je nach Körpergröße des Vierbeiners täglich zwischen 5 und 10 Blaubeeren gefüttert werden. Teste am besten zunächst mit ein oder zwei Beeren aus, ob Deine Fellnase die blauen Früchte überhaupt mag und wie sie vertragen werden.

Für aktive Hunde eignen sich frische oder getrocknete Blaubeeren auch wunderbar als besondere Belohnungshäppchen im Training, da sie zucker- und kalorienarm sind und stressregulierend wirken. Auch hier sollte aber die Menge auf 5-10 Beeren pro Tag begrenzt bleiben. 

4.) Immer frisch - oder auch zubereitet?

Blaubeeren können sowohl frisch als auch getrocknet oder verarbeitet gefüttert werden. Wild gewachsene Heidelbeeren sollten allerdings nicht roh verwendet werden, da sie mit den Eiern des Fuchsbandwurms verunreinigt sein können. Dieser Parasit kann sowohl bei Hunden als auch bei uns Menschen zu schweren, sogar lebensbedrohlichen Erkrankungen führen. Um jegliches Risiko auszuschließen, sollten solche selbst geernteten Beeren unbedingt abgekocht werden.

Bei Kulturheidelbeeren besteht die Gefahr einer parasitären Verunreinigung eher nicht, allerdings werden diese häufig mit Pestiziden behandelt. Bio-Produkte oder der Eigenanbau im Garten oder auf dem Balkon schließt auch solche Risiken aus. Zumindest muss das Obst vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen werden.

Neben der Fütterung von frischen Heidelbeeren können die Früchte auch zu Mus verarbeitet und unter das Hundefutter gemischt werden. Im Sommer freuen sich viele Hunde auch über eine fruchtige Erfrischung ein Form von gefrorenem Obst - da bei tiefgekühlten Beeren aber die Gefahr des Verschlucken besteht, müssen diese entweder zuvor wieder aufgetaut werden, oder Du pürierst sie zunächst und frierst dann das entstandene Mus in einer Eiswürfelform oder ähnlichen Behältnissen ein. Auf diese Weise können auch unterschiedliche Fruchtsorten miteinander vermischt werden und Du hast an heißen Sommertagen immer schnell eine gute Portion „Fruchteis“ für Deinen Hund parat. 

In getrockneter Form lassen sich Blaubeeren auch sehr gut als leckere Belohnung im Training oder bei den täglichen Spaziergängen mitnehmen. Als gesunde Zutat im hochwertigen Trockenfutter werden die Früchte ebenfalls gerne eingesetzt: Das Trockenfutter mit Hirsch von MyPetClub beispielsweise enthält einen Anteil von 1,5% getrockneter Blaubeeren. 

Jede Form von Furchtzubereitung, in der Zucker oder andere Süßstoffe verwendet werden, sind allerdings für Hunde ungeeignet und oft sogar schädlich. Gesüßter Fruchtjoghurt oder -quark, Marmeladen oder Kompott gehören also nicht auf den Speiseplan des Vierbeiners. Und auch Beeren mit Schokoladenüberzug sind keine gute Idee, denn je nach Größe des Hundes wirkt Schokolade schon in kleinen Mengen giftig auf den Organismus. 

5.) Mögliche Nebenwirkungen durch den Verzehr von Blaubeeren 

Die süßen Heidelbeeren sind in aller Regel ein gesunder Snack ohne gravierende Nebenwirkungen für Hunde. Dennoch kann es durch den Verzehr einer größeren Menge Obst aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe zu Verdauungsproblemen mit Blähungen, Bauchschmerzen und sogar Durchfall kommen. Daher sollte immer zunächst vorsichtig ausgetestet werden, wie viele Blaubeeren ein Vierbeiner ohne Probleme verträgt. 

In seltenen Fällen können auch Hunde allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln reagieren. Bemerkst Du bei Deiner Fellnase nach dem Verzehr von Blaubeeren einen vermehrten Juckreiz, Hautausschlag oder andere auffällige Verhaltensweisen, solltest Du sicherheitshalber den Tierarzt fragen, ob dies mit dem Obst im Zusammenhang stehen kann. 

Sollte der Hund sich durch den Verzehr wilder Beeren mit dem Fuchsbandwurm infiziert haben, können unterschiedliche Symptome auftreten, die unbedingt tierärztlich abgeklärt werden sollten. Vor allem besteht dann auch die Gefahr einer Infektion von Menschen, die mit dem Hund zusammenleben oder ihn streicheln.

6) FAQ zu Blaubeeren bei Hunden

Sind Blaubeeren gut für Hunde?

Blaubeeren enthalten zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe und können gerne auch dem Hund als frische Leckerei angeboten werden. 

Wie viele Blaubeeren darf mein Hund? 

Zunächst solltest Du mit ein oder zwei Beeren testen, ob Dein Vierbeiner das Obst mag und gut verträgt. Je nach Größe des Hundes sollte dann die Tagesdosis von 5-10 Beeren nicht überschritten werden. 

Können Blaubeeren zu Nebenwirkungen beim Hund führen? 

Eine zu große Ration Obst kann bei Hunden zu Bauchschmerzen und Durchfall führen. Allergische Reaktionen auf Blaubeeren sind möglich, aber eher selten. Wild gepflückte Blaubeeren können zur Infektion mit dem Fuchsbandwurm führen.

Mein Hund frisst kein Obst - wie kann ich ihm trotzdem Blaubeeren füttern?

Du kannst die frischen Früchte pürieren und untermischen. Als Trockenobst mögen manche Hunde die Beeren auch sehr gern, und in hochwertigen Futtermitteln sind ebenfalls manchmal getrocknete Blaubeeren enthalten (z.B. im Futter Kaltgepresst Ente von MyPetClub).

*Bei dem Beitragsbild auf dieser Seite handelt es sich um ein KI-Bild.


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