Heilpilze für Hunde

Heilpilze sind eine Sonderform der Nahrungsergänzungsmittel. In verschiedenen Kulturen gehören sie zu den Heilmitteln und werden als Arzneimittel eingesetzt. Zudem nehmen Pilze auch in der biologischen Systematik eine Sonderstellung ein. Wir stellen Ihnen hier einige Sorten vor, die Ihrem Hund in bestimmten Situationen helfen können.

Inhaltsstoffe von Vitalpilzen

Vitalpilze enthalten eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen. Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen sind diese Pilze reich an wichtigen Aminosäuren. Einige Heilpilze enthalten darüber hinaus ungesättigte Fettsäuren.

Frische Shiitake-Pilze auf einem rustikalen Holztisch

Ein wichtiger Bestandteil, den die hier versammelten Sorten gemeinsam haben, sind Triterpene. Diese Stoffe bestehen aus Kohlenstoffverbindungen. Triterpene haben, je nach Art ihrer Struktur, vielfältige Wirkungen. In der Medizin hat man bereits einige Wirkungen entdeckt, die Krankheiten lindern können. Einige Triterpene können sogar Krebs bekämpfen.

Weil Vitalpilze so viele positive Eigenschaften haben, hat sich eine ganze Therapieform um diese Pilze entwickelt . Sie wird Mykotherapie genannt und arbeitet mit den verschiedenen bekannten Heilpilzen. Es gibt ca. 15 verschiedene Sorten von Heilpilzen. Die Mykotherapie setzt die Pilze bei bekannten Leiden ein.

Verschiedene Heilpilze

Es gibt 15 verschiedene Sorten Heilpilze. Obwohl die Zahl so begrenzt ist, ist die Mykotherapie sehr vielseitig. Wir stellen Ihnen einige Heilpilze vor und zeigen auf, für welche Anwendungen sie geeignet sind.

Agaricus

Der komplette Name dieses Pilzes lautet Agaricus blazei murrill. Deshalb wird sein Name oft auch mit ABM abgekürzt. Es handelt sich um einen ein Pilz, der gegen unterschiedliche Arten von Krebs eingesetzt wird. Agaricus reguliert das Immunsystem und kann das es bei Immunschwäche oder Autoimmunkrankheiten stärken. Wegen der großen Konzentration an Eisen ist Agaricus blutbildend.

Auricularia

Auricularia lässt sich gut gegen Entzündungen der inneren Organe und Schleimhäute einsetzen. Seine Wirkung ist auch bei Hautkrebs hilfreich. Zudem kann auricularia eingesetzt werden, um das Herz-Kreislauf-System zu unterstützen.

Coprinus

Coprinus wird auch Tintling genannt. er kann helfen, den Organismus bei Diabetes und Übergewicht zu unterstützen. In der Mykotherapie wird er zudem eingesetzt, um hormonabhängige Krebsarten und Geschwülste des Bindegewebes zu therapieren. Darüber hinaus schützt die Einnahme von Coprinus die Bauchspeicheldrüse.

Cordyceps

Cordyceps ist ein mächtiger Heilpilz und kann für viele Anwendungszwecke genutzt werden. Er hat eine aktivierende Wirkung und hilft daher, Müdigkeit und Schwäche zu bekämpfen. Darüber hinaus hilft er, die Muskeln zu regenerieren und Stress abzubauen. Cordyceps wird gerne für seinem positiven Einfluss auf die Nieren eingenommen.

Coriolus

Dieser Heilpilz hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Er kann somit helfen, das Immunsystem zu stärken und ist deshalb z.b. bei immunschwachen Tieren ein beliebter Helfer. Coriolus wird dazu in der Krebstherapie eingesetzt.

Hericium

Dieser Vitalpilz hilft, Entzündungen zu hemmen. Bei Hunden mit empfindlichem Magen kann er helfen, die Reizung der Magenschleimhaut zu mildern. Positive Wirkungen wird ihm auch bei allergischen Tieren attestiert. Darüber hinaus findet Hericium Anwendung in der Krebstherapie bei Geschwüren im Verdauungssystem.

Maitake

Maitake entschlackt und hilft daher, Übergewicht zu bekämpfen. Darüber hinaus wirkt dieser Vitalpilz antiviral und stärkt somit das Immunsystem. Maitake hat einen guten Einfluss auf die Knochenbildung. wie viele andere Heilpilze auch, wird Maitake auch bei der Therapie von Krebs eingesetzt.

Polyporus

Diese Pilz lässt sich einsetzen, wenn Ihr Vierbeiner unter Haut- oder Fellproblemen leidet. Darüber hinaus verschafft er Linderung, wenn Ihr Tier unter Blasenschwäche leidet. Die Einnahme von Polyporus hilft, das lymphatische System zu entgiften. Bei Leukämie und Lungen- oder Leberkrebs kann die Einnahme von Polyporus positive Ergebnisse hervorbringen.

Pleurotus

Die Einnahme dieses Pilzes stärkt den Bewegungsapparat. Bei alten Tieren oder solchen, die unter Gelenkbeschwerden leiden, kann die Einnahme von Pleurotus zu mehr Beweglichkeit führen. Darüber hinaus hat dieser Vitalpilz eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt und insbesondere die Darmflora.

Reishi

Dieser Pilz kann bei verschiedenen Allergien und Asthma Linderung verschaffen. Zudem wird in der Mykotherapie gerne eingesetzt, wenn Ihr Tier unter Lebererkrankungen leidet. Auch bei Herz-Kreislaufproblemen zeitigt die Einnahme von der Regie eine positive Wirkung. Darüber hinaus bietet sich eine Therapie mit Regime, wenn Ihr Hund eine Nervenschwäche hat.

Shiitake

Shiitake ist einer der bekanntesten Vitalpilze und ist für seine exquisiten Geschmack sowie seine positiven Eigenschaften bekannt. In der Mykotherapie wird er eingesetzt, um den Bewegungsapparat zu stärken. Somit ist der auch für Tiere, die Arthrose oder Arthritis haben, eine gute Ergänzung im Speiseplan. Darüber hinaus Shiitake kann viralen Infekten vorbeugen und sogar bei Krebs helfen.

Dosierung von Vitalpilzen

Weil Vitalpilze eine positive Wirkung haben, aber meist ungewohnt sind, sollten Sie die Dosierung langsam erhöhen. Wenn Sie sofort die volle Dosis anwenden, kann es zu leichten Vergiftungserscheinungen wie Durchfall oder Erbrechen kommen.

Viele Vitalpilze können Sie als Extrakt oder Pulver bekommen. Andere, wie z.b. Shiitake, sind auch frisch im Supermarkt erhältlich und können zum Futter gegeben werden. Wenn sie Pulver verwenden, sollten Sie Ihren Hund etwa ein bis zwei Gramm Pilzpulver pro Tag verabreichen. Ist Ihr Vierbeiner schwerer als 20 kg, können es sogar zwei bis drei Gramm sein. Für Pilzextrakt benötigen Sie etwas weniger, um die optimale Dosierung zu erreichen.

In der Heilkunde wird Mykotherapie oftmals mit anderen Therapieformen kombiniert. Es ist daher möglich, Heilpilze zu füttern und darüber hinaus homöopathische Mittel zu geben.

10 Kommentare zu „Heilpilze für Hunde“

  1. Marion Leuschner

    Hallo guten Tag, mein Hund hat hohe Leber und Nierenwerte, die Bauchspeicheldrüse arbeitet auch nicht optimal sowie auch die Schilddrüse, ich wäre daher sehr an den Heilpilzen interessiert. Könnten Sie mir dabei helfen? Lieben Dank Marion Leuschner

    1. Hallo Frau Leuschner,

      das hört sich aber nicht gut an. Was sagt denn der Tierarzt. So aus der Ferne kann ich da schwer helfen. Es hört sich jedoch nach einem generellen Problem an. Wie alt ist Ihr Hund ?

  2. Marion Leuschner

    meine Hündin ist 14 1/2 Jahre alt, sie bekommt Medikamente aber trotzdem bleiben die Werte schlecht, alle 4 Tage bekommt sie eine Leberspritze, ich wollte daher diese Heilpilze mal ausprobieren. Cordyceps Reishi sollen dafür gut sein ist das richtig?

    1. Hallo Frau Leuschner,

      ja Reishi kann unterstützend wirken. Wir haben zum Thema Lebererkrankung einen extra Artikel unter Lebererkrankung dort gehen wir noch einmal explizit auf das Thema ein und geben auch noch andere Empfehlungen zur Ernährung ab, ich denke dort werden Sie definitiv fündig 🙂 Aber wie gesagt auch Reishi hilft.

      LG Max

  3. Hallo! Meine Hündin ist 17 Jahre alt und sie scheidet viel zu viel Eiweiß aus. Der Tierarzt gibt Antibiotika. Ich möchte aber meine Hündin nicht durch Medikamente noch mehr schädigen. Sie hat eine Schilddrüsenunterfunktion, Arthrose und sie hat eine kaputte Lunge, was irgendwann durch Lungenwürmer verursacht war. Ausserdem hat sie 5 Kilo Übergewicht. Was kann ich ihr geben?

    1. Hallo Frau Ruppert,

      bei solch einem akuten Fall, den vielen Krankheitsbildern und aufgrund des fortgeschrittenen Alters, ist es leider sehr schwierig irgendeine vernünftige Hilfe aus der Ferne leisten.

      Ich kann Ihnen allerdings gerne einen Hundeernährungsexperten in Ihrer Nähe an die Hand geben. Schreiben Sie mir doch gerne eine Mail an: info@mypetclub.de

  4. Hallo, mein Hund hat ein Osteosarkom und hat gerade einen Hinterlauf amputiert bekommen. Statt einer Chemotherapie wollen wir ihn mit einer Enzymtherapie (Schlangengift) behandeln lassen. Wir bekamen den Tipp, zusätzlich Vitalpilze einzusetzen. Damit kenne ich mich gar nicht aus. Haben Sie einen Tipp, welche Pilze sinnvoll zum einsatz kommen könnten?

    Herzlichen Dank.

    1. Hallo Christa,

      die Pilze werden einfach nach Dosierungsanleitung des jeweiligen Herstellers unter das tägliche Futter gemischt.

      LG Max

  5. Angie Neuhaus

    Guten Tag, meine Hündin verliert seit ein paar Wochen immer mehr Haare, sie ist 7 jährig und kommt aus einer Tötungsstation, MMK hat sie keine, ist sehr ängstlich und sofort gestresst, war bei der Dermatologin, sie hatte mehrere kleine Hefepilze, die nun aber weg sind und trotzdem geht der Haarausfall nicht weg. Ich gebe ihr hypoallergenes Hundefutter, kaltgepresst, ohne Gluten und Getreide. Gibt es da evtl. einen Pilz, der ihr helfen könnte? Die Dermatologin hat gesagt, sie könne mir leider nicht mehr helfen. Eine Kollegin hat mir gesagt, ich solle mal bei Pilzen schauen. Vielen Dank für eine Antwort

    1. Guten Tag Angie,

      leider können wir da aus der Ferne ohne genaue Anamnese keinen wirklich hilfreichen Hinweis geben. Wir würden dich bitten, dich an einen Hundeernährungsberater in deiner Nähe zu wenden.

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