Arthrose beim Hund

Durch verschiedene Faktoren und Einflüsse kommt es vor, dass sich die Gelenke des Hundes abnutzen. Der als Arthrose bezeichnete Rückgang von Gelenkknorpel bringt Schmerzen und Bewegungsunlust. Wie es dazu kommt, dass ein Hund Arthrose bekommt, und was Sie tun können, um Ihren Vierbeiner zu unterstützen, erfahren Sie hier.

Was ist Arthrose?

Unter Arthrose versteht man eine degenerative Gelenkerkrankung. Das bedeutet, dass das Gelenk immer weiter zerstört wird.

Eine Arthrose durchläuft typischerweise vier verschiedene Stadien:

  1. Zunächst wird das Knorpelgewebe angegriffen, es wird rau und weist kleine Risse auf.
  2. Das Knorpelgewebe verändert sich: Hyaliner Knorpel weicht zurück, es wird vermehrt Faserknorpel gebildet. Zudem kommt es zu Zellwucherungen.
  3. Es bilden sich weitere Wucherungen aus. Insbesondere die Knochenzellen und das Bindegewebe im Gelenk bilden Geschwüre.
  4. Die Knochenplatten im Gelenk flachen durch die vermehrte Belastung ab. Es bilden sich weitere Wülste am Knochenrand, um den Druck abzufangen.

Weil Knorpel im Gelenk dafür sorgen, dass die Reibung der Knochen verringert wird, resultiert der Rückgang in Schmerzen. Es besteht dabei kein direkter Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Arthrose und dem entstehenden Schmerz. Bei Hunden kommt Arthrose oft im Hüftgelenk, Kniegelenk und der Wirbelsäule vor.

Das tückische an Arthrose ist, dass sie nicht rückgängig gemacht werden kann. Ist das Knorpelgewebe im Gelenk erst einmal abgebaut, kann es nicht wiederbelebt werden. Daher besteht für Arthrose nur Linderung durch einen operativen Eingriff.

Um festzustellen, ob der Hund an Arthrose leidet, werden zunächst die Gelenke untersucht. Dabei dehnt und streckt der Tierarzt die verschiedenen Gliedmaßen. Äußert der Hund Schmerzen, sind weitere Untersuchungen nötig. Insbesondere das Röntgenbild eignet sich, um Veränderungen im Gelenk zu erkennen.

Symptome von Arthrose

Wenn der Hund an Arthrose leidet, fällt es ihm schwer, sich in Bewegung zu setzen. Gerade nach einer längeren Ruhe sind die Gliedmaßen steif und wirken lahm. Auch nach längeren Belastungsphasen treten diese Lahmheiten auf.

Weil der Verschleiß der Gelenke sich in Schmerzen äußert, sinkt beim Vierbeiner die Lust an der Bewegung. Wenn die Temperaturen niedrig sind, steigen zudem die Beschwerden.

Ursachen von Arthrose

Arthrose kann sich aus vielen Ursachen heraus entwickeln. Eine häufige Vorerkrankung ist eine Fehlstellung des jeweiligen Gelenks. Bei Hunden trifft im Hüftgelenk häufig eine sogenannte Dysplasie ein. Durch diese Fehlstellung konzentriert sich die Belastung bei Bewegung auf einen kleinen Bereich, der dabei schneller abnutzt. Teilweise häufen sich diese Fehlstellungen bei bestimmten Rassen.

Eine Arthrose kann sich ebenso durch eine gestörte Entwicklung des Gelenks entwickeln. Auch eine mangelhafte Durchblutung des Gelenks kann dazu führen, dass das Knorpelgewebe abgebaut wird.

Weitere mögliche Ursachen sind Entzündungen (wie etwa Arthritis) oder Borreliose. Arthrose tritt auch als Abnutzungserscheinung in hohem Alter auf.

Ernährung von Hunden mit Arthrose

Sie können mithilfe der Ernährung Ihres Hundes einige Weichen stellen. Viele Gelenkerkrankungen gehen auf eine Überlastung zurück, die infolge von Übergewicht entsteht. Damit dieser Faktor eliminiert werden kann, sollten Sie darauf achten, Ihren Vierbeiner gesund und ausgewogen zu ernähren. Wählen Sie fettarme Mahlzeiten mit einem großen Anteil an Obst und Gemüse. Diese Mahlzeiten liefern vergleichsweise wenige Kalorien und versorgen den Vierbeiner dennoch mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen.

Um zusätzliche Beschwerden zu mindern, können Sie schmerzstillende Nahrungsergänzungsmittel einsetzen. Es bieten sich Yukka-Extrakt, Vitalpilze und Weidenrinde an. Mit hochwertigen Pflanzenölen stellen sie zudem sicher, dass der Organismus über eine ausreichende Versorgung von hochwertigen Fettsäuren verfügt. Zur Stärkung von Knochen und Knorpeln können Sie Ihrem Vierbeiner außerdem Grünnlippmuschel oder Kollagen-Hydrolysat.

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