Allergien beim Labrador
1. Einleitung: Allergien beim Labrador
Allergien sind eine der häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen bei unseren Hunden und machen leider auch vor dem Labrador nicht Halt. Obwohl die Rasse nicht grundsätzlich als „besonders allergieanfällig“ gilt, zeigen viele Labradore eine erhöhte Sensibilität gegenüber bestimmten Futterbestandteilen oder Umweltfaktoren.
Hinzu kommt: Labradore sind von Natur aus aktiv und neugierig. Dadurch kommen sie häufiger mit potenziellen Auslösern (Allergenen) in Berührung als manch andere Hunderasse.
Wenn eine Allergie vorliegt, können eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte, konsequente Behandlung dem Tier deutliche Erleichterung und mehr Lebensqualität verschaffen.
2. Typische Anzeichen und Symptome bei allergischen Reaktionen
Allergien äußern sich beim Labrador häufig über die Haut oder das Verdauungssystem. Typische Symptome sind:
- Juckreiz, ständiges Kratzen oder Beißen
- Rötungen, Hautausschläge oder Schuppenbildung
- Gerötete oder entzündete Ohren, immer wiederkehrende Ohrenentzündungen (Otitis)
- Pfotenlecken oder wundgekautes Fell
- Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen
- Haarausfall oder stumpfes Fell
- Atembeschwerden (seltener, eher bei Umweltallergien)
Treten mehrere dieser Symptome gleichzeitig auf, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.
3. Futterallergien beim Labrador
Viele allergische Labradore reagieren auf bestimmte Eiweiße oder Zusatzstoffe im Futter. Zu den typischen Auslösern von Futtermittelunverträglichkeiten gehören:
- Rind
- Huhn
- Milchprodukte
- Weizen und Gluten
- Soja
- Lamm (seltener, aber möglich)
- Eier
- Bestimmte Konservierungs- oder Farbstoffe
Da Labradore oft einen guten Appetit haben, bemerkt man Futterallergien manchmal erst spät – umso wichtiger ist eine sorgfältige Auswahl geeigneter Futtersorten.
4. Unsere Futtersorten für Allergikerhunde
Das richtige Futter ist für Allergikerhunde sehr wichtig. Folgende Futtersorten von uns sind für Allergikerhunde besonders gut geeignet. Schau dir auch gerne die Detailinformationen weiter unten an. So siehst, welches Futter am besten zu deinen Liebling passt.
5. Tipps zur schrittweisen Futterumstellung bei Allergien
Eine langsame Umstellung über 7–14 Tage hilft, den Magen-Darm-Trakt des Labradors zu entlasten. Während dieser Zeit sollten keine weiteren Snacks oder Kauartikel gefüttert werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Die Symptome sollten genau beobachtet werden – erst nach mehreren Wochen wird sichtbar, ob das neue Futter gut vertragen wird. Eine Ausschlussdiät mit hypoallergenem Futter empfiehlt sich besonders, wenn die Ursache der Reaktion unklar ist.
6. Weitere Auslöser für Allergien bei Labradoren
Umweltallergien
- Pollen (Gräser, Bäume, Kräuter)
- Hausstaubmilben
- Schimmelpilze
- Flohspeichel
Kontaktallergien
- Reinigungsmittel
- Kunststoff oder Gummi
- Teppiche oder bestimmte Pflanzen
7. Allergien beim Labrador diagnostizieren
Die Diagnose beim Tierarzt erfolgt meist über ein ausführliches Gespräch mit dem Hundehalter, eine Ausschlussdiät oder spezielle Allergietests.
Blut- und Hauttests helfen, Umweltallergien zu identifizieren, während Futtermittelallergien nahezu ausschließlich über eine kontrollierte Futterumstellung festgestellt werden können. Erst wenn die Ursache eindeutig bekannt ist, kann ein langfristiger Behandlungsplan erstellt werden.
8. Allergien beim Labrador behandeln
Die Behandlung richtet sich immer nach der Art der Allergie. Eine Futterumstellung wurde bereits erwähnt und ist bei Futtermittelallergien die wichtigste Maßnahme. Weitere Behandlungsansätze umfassen:
- Antiallergische Medikamente wie Antihistaminika oder entzündungshemmende Präparate (vom Tierarzt verordnet).
- Spezielle Shampoos oder Pflegeprodukte, die Juckreiz lindern und die Hautbarriere stärken.
- Hyposensibilisierung (Allergie-Impfung) bei Umweltallergien.
- Flohprophylaxe, wenn die Allergie durch Flohspeichel ausgelöst wird.
- Optimierung der Umgebung (luftdichte Bettbezüge, häufiges Saugen, Pollen vermeiden).
Mit der richtigen Kombination aus Diagnostik, Futtermanagement und tierärztlicher Betreuung können die meisten Labradore trotz Allergien ein gesundes und glückliches Leben führen.
9. Unterschied zwischen Allergie, Unverträglichkeit und Infektion
Eine Allergie entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen oder bestimmte Proteine im Futter.
Bei einer Unverträglichkeit – wie etwa einer Getreideunverträglichkeit – liegt dagegen kein immunologischer Prozess vor, sondern der Körper kann bestimmte Bestandteile schlicht nicht richtig verwerten oder verdauen.
Eine Infektion wiederum wird durch Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst und äußert sich oft durch Fieber oder akute Symptome.
Für Hundehalter ist es wichtig, diese Unterschiede zu kennen, um eine Futterallergie korrekt von anderen gesundheitlichen Problemen abzugrenzen. Im Zweifelsfall sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.
10. Lösen Labradore häufig Allergien aus?
Labradore gehören nicht zu den Hunderassen, die besonders viele Allergien beim Menschen auslösen – allerdings gelten sie auch nicht als hypoallergen.
Die auslösenden Allergene stammen vor allem aus Hautschuppen, Speichel und Urin, nicht aus den Haaren selbst. Da Labradore regelmäßig und teils stark haaren, können sich diese Allergene leichter im Wohnraum verteilen.
Ob ein Hund Allergien auslöst, hängt daher weniger von der Rasse ab, sondern vielmehr von der individuellen Empfindlichkeit des Menschen sowie vom Umgang mit Fell, Hygiene und Wohnumgebung. Mit regelmäßiger Fellpflege, häufigem Staubsaugen und klaren Regeln im Haushalt – etwa kein Hund im Schlafzimmer – lassen sich allergische Reaktionen oft deutlich reduzieren.
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