Zahnreinigung beim Hund - worauf ist zu achten und welche Kosten können entstehen?

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    Die Geschichten von Karius und Baktus, die in den Zähnen wohnen, kennt wahrscheinlich jedes Kind und soll damit zum regelmäßigen Zähneputzen animiert werden. Was für die Kinderzähne gut ist, gilt aber genau so für das Hundegebiss – eine schlechte oder unzureichende Mundhygiene führt auch hier früher oder später zu Zahnproblemen. Dann bleibt nur noch der Gang zum Tierarzt für eine professionelle Zahnbehandlung. Wie Du bei Deinem Hund die Zähne pflegen kannst, wann eine Zahnreinigung beim Tierarzt nötig ist und welche Kosten dann auf Dich zukommen, sagen wir Dir hier.

    Kosten für die Zahnreinigung beim Tierarzt (in Anlehnung an GOT 2020)

    1-facher Satz

    2-facher Satz

    3-facher Satz

    Zahnsteinentfernung / -prophylaxe manuell

    20,54 Euro

    41,08 Euro

    61,62 Euro

    Zahnsteinentfernung / -prophylaxe, mit Scaling und Politur einfach

    61,97 Euro

    123,94 Euro

    185,91 Euro

    Zahnsteinentfernung / -prophylaxe, mit Scaling und Politur schwierig

    108,82 Euro

    217,64 Euro

    326,46 Euro

    Zahnextraktion, einfach

    10,26 Euro

    20,52 Euro

    30,78 Euro

    Zahnextraktion, schwierig

    41,04 Euro

    82,08 Euro

    123,12 Euro

    (Diese Kosten sind Nettopreise und können je nach Aufwand, Größe des Hundes und Tierarzt variieren, daher sind nur ungefähre Angaben möglich)

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    *Bewertung SanteVet*Stand 31.12.2022

    Wir empfehlen dir ein unverbindliches Gespräch mit den Mitarbeitern zu führen falls du bereits über eine Hundekrankenversicherung für deinen Liebling nachdenkst, denn Krankenversicherung für Hunde bedeutet auch Tierschutz.

    Oft wird man von den anfallenden Kosten überrascht und kann sich evtl. eine OP oder Vorsorge Kosten nicht leisten.

    Warum müssen beim Hund die Zähne gereinigt werden?

    Die meisten Haushunde ernähren sich heute anders als ihre wilden Verwandten – die leben hauptsächlich von Beutetieren, die sie buchstäblich mit Haut und Haaren, aber auch mit Knochen, Knorpel und Sehnen verspeisen und dabei ganz natürlich ihre Zähne pflegen. Das funktioniert mit Hundefutter, egal ob Trocken- oder Dosenfutter, meist nicht so gut, daher entwickeln sehr viele Hunde mit zunehmendem Alter Zahnprobleme. Es beginnt mit kaum sichtbarem Zahnbelag aus Futterresten und Speichel, in dem sich Bakterien festsetzen. Mit der Zeit härtet dieser Belag mehr und mehr aus, verbindet sich mit Mineralien aus dem Speichel, wird dunkel und bildet eine raue Oberfläche, die weiteren Bakterien eine perfekte Angriffsfläche bietet. Vor allem die oberen Backenzähne sind anfangs von Zahnstein betroffen, aber genau diese sieht man als Hundehalter nicht, wenn nicht ganz genau hingeschaut wird. Hat sich der Zahnbelag erst auf die Fangzähne ausgebreitet, ist das Problem meist schon weit fortgeschritten.

     

    Viele Hunde neigen auch rassebedingt zu angeborenen Zahnfehlstellungen. Das ist vor allem bei kleinen Hunderassen mit kurzen Nasen und runden Köpfen wie Mops oder Pekinese der Fall, aber auch andere Rassehunde oder Mischlinge können betroffen sein. Solche schief wachsenden Zähne bilden Zahnbelägen und Bakterien zahlreiche Angriffspunkte und lassen sich herkömmlich kaum gründlich reinigen.

     

    Ein Indikator für die mangelnde Zahngesundheit des Hundes ist ein unangenehmer Geruch aus dem Maul, der von den Bakterien im Zahnstein ausgeht. Spätestens dann wird es Zeit, das Hundegebiss einmal einer genauen Prüfung zu unterziehen. Die dicken, braunen Plaques sind nicht schwer zu erkennen, und da sie immer am oberen Rand des Zahnes sitzen, können sie sich unter den Zahnfleischrand ausbreiten und dort zu schmerzhaften Entzündungen und Blutungen führen. Lockere Zähne bis hin zum Zahnausfall sind die Folge. Schlimmstenfalls können solche Zahnprobleme sogar generalisierte Krankheiten an unterschiedlichen Organsystemen wie Herz oder Nieren hervorrufen, daher ist es besonders wichtig, die Zähne des Hundes professionell reinigen zu lassen.

    Woran erkenne ich, dass mein Hund Zahnprobleme hat?

    Zunächst ist es wichtig, den Hund am besten von klein auf daran zu gewöhnen, dass er von seinem Menschen möglichst überall am Körper untersucht werden kann. Dabei sollte auch ein Blick ins Maul und eine genaue Begutachtung vor allem der oberen Zähne zum Pflichtprogramm gehören. So können Beläge oder Flecken an den Zähnen, Rötungen am Zahnfleisch oder andere Auffälligkeiten meist schon früh erkannt und behandelt werden.

    Ist es bereits zu einer Entzündung des Zahnfleisches oder einer Karies am Zahn gekommen, verursacht das dem Hund Schmerzen. Änderungen im Verhalten wie Unlust zum Spielen, Verweigerung der Futteraufnahme oder auch Speichel- und Nasenausfluss können darauf hinweisen. Auch Blutspuren am Spielzeug oder im Futternapf sind deutliche Anzeichen, dass etwas nicht stimmt und der Gang zum Tierarzt unvermeidlich ist.

    Wie wird eine Zahnreinigung beim Hund durchgeführt?

    Der Tierarzt wird sich nach einer gründlichen Allgemeinuntersuchung des Hundes die Maulhöhle, alle Zähne und das Zahnfleisch genau ansehen. Sind die Zahnbeläge noch relativ dünn und nicht zu ausgeprägt, kann er versuchen, diese manuell mit einem kleinen Schaber abzutragen. Manche Hunde lassen sich das auch gut gefallen. Hält der Vierbeiner aber nicht still oder ist der Zahnstein bereits sehr dick und verhärtet oder schon weitergehende Zahnschäden erkennbar, dann kann die Behandlung nur unter Vollnarkose durchgeführt werden. Dazu muss der Hund nüchtern sein, also wird in der Regel ein neuer Termin in der Praxis abgesprochen, vor dem der Patient mindestens 12 Stunden nichts fressen darf.

    Nachdem der Vierbeiner dann in Narkose gelegt wurde (in der Regel wird dazu eine Intubationsnarkose durchgeführt), kann der Tierarzt in Ruhe mit einem spezielle Zahnreinigungsgerät mittels Ultraschall die harten Plaques von den Zähnen lösen und so das Gebiss des Hundes nach und nach reinigen. Stellt er dabei fest, dass an einem oder mehreren Zähnen bereits Schäden durch Karies entstanden sind oder Zahnfleischentzündungen die Zähne gelockert haben, müssen diese je nach Ausprägung entweder behandelt oder entfernt werden. Auch die Reinigung der Zahnfleischtaschen am Zahnansatz wird mit dem Ultraschallgerät durchgeführt – ist das Zahnfleisch stark entzündet, kann das zu Blutungen führen.

    Eine solche professionelle und gründliche Zahnreinigung führt zu einer Abheilung der Zahnfleischentzündungen und nimmt dem Hund die Schmerzen. Wird die Prozedur rechtzeitig durchgeführt, kann auch die Ausbreitung der bakteriellen Infektion auf andere Organsysteme verhindert werden. Hunde, die bereits solche Zahnprobleme hatten, neigen immer wieder zur Neubildung von Zahnstein, daher sollte eine regelmäßige Kontrolle durchgeführt und bei Bedarf die Zahnreinigung wiederholt werden.

    Welche Kosten können für eine professionelle Zahnreinigung beim Hund entstehen?

    Der Tierarzt rechnet seine Leistungen nach den Vorgaben der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab. Darin werden für unterschiedliche Untersuchungen und Behandlungen genaue Preise genannt, und zwar  immer als 1-facher, 2-facher und 3-facher Satz. Welche Summe der Tierarzt veranschlagt, richtet sich nach dem Schwierigkeitsgrad der Behandlung und der jeweiligen Situation. Eine manuelle Zahnsteinentfernung kostet nach dem 2-fachen Satz z.B. 41,08 Euro netto, eine schwierige Zahnreinigung mittels Ultraschall dagegen schon 217,64 Euro. Muss noch ein Zahn gezogen werden, kostet das für einen Backenzahn mit starker Wurzel noch einmal 82,08 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Allgemeinuntersuchung mit Beratung des Hundehalters, die Narkose und alle Verbrauchsmaterialien, schließlich die Umsatzsteuer. Eine komplette Zahnsanierung bei fortgeschrittenem Plaquebesatz und vorgeschädigten Zähnen kann also durchaus einige hundert Euro kosten.

    Welche Kosten werden von der Versicherung übernommen?

    Mit der Krankenversicherung von SanteVet werden Kosten für ambulante und stationäre tierärztliche Leistungen bis zum vierfachen Satz der Gebührenordnung für Hunde Lebenslang übernommen, bei einer Kostenerstattung von 85% bis zu einer Obergrenze von 5000€. 

    Hierbei ist vor allem die schnelle Kostenrückerstattung innerhalb von 72 Stunden hervorzuheben.

    Bei der Krankenversicherung von SanteVet sind alle Hunderassen und Mischlinge willkommen.

    Wie lassen sich Kosten für die Zahnreinigung beim Hund vermeiden?

    Die beste Vorsorge für gesunde Zähne ist auch beim Hund eine gute Zahnpflege. Es gibt im Fachhandel spezielle Hundezahnbürsten und sogar Zahnpasta, mit denen das Gebiss des Vierbeiners regelmäßig gereinigt werden sollte. Hierzu empfiehlt es sich wiederum, den Hund am besten schon als Welpen daran zu gewöhnen und ihn jedesmal für gute Kooperation ausgiebig zu belohnen. So kann das oft ungeliebte Zähneputzen zur täglichen Routine werden, die Hund und Mensch ganz selbstverständlich gemeinsam durchführen.

    Auch spezielle Zahnpflege-Leckerchen oder Kauspielzeuge können helfen, die Hundezähne zu pflegen – eine gründliche Reinigung können sie aber nicht ersetzen, daher gehört der prüfende Blick in das Hundemaul einfach zur Gesundheitsvorsorge hinzu. Werden Zahnbeläge frühzeitig entdeckt, reicht es meist aus, diese manuell zu entfernen, und die kostspielige und für den Hund auch belastende Behandlung unter Vollnarkose erübrigt sich.

    Welche Kosten werden von der Versicherung übernommen?

    Die Hunde-Krankenversicherung Komfort von prevet übernimmt die Kosten für ambulante tierärztliche Leistungen bis zum 3-fachen Satz der GOT für Hunde bis zum 4. Geburtstag ohne Begrenzung, für ältere Hunde noch zu 80%.

    Wie lassen sich Kosten für das Krallen schneiden beim Hund vermeiden?

    Wenn Du Deinem Hund viel Auslauf in der Natur und auf unterschiedlichen, auch harten Untergründen ermöglichst, kann es sein, dass sich seine Krallen ganz von alleine auf der richtigen Länge halten und gar nicht geschnitten werden müssen. Sind die Krallen trotzdem zu lang, muss die Hundepediküre ab und zu sein, um schlimmere Schäden zu vermeiden und dem Hund ein schmerzfreies Laufen zu ermöglichen.

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    Expertise / Zusammenarbeit

    Dr. Heike Pankatz - Unsere Expertin in Sachen Tiergesundheit

    Heike Pankatz - Unsere Expertin in Sachen Tiergesundheit

    Dr. med. vet. Heike Pankatz studierte Tiermedizin in Hannover und war über viele Jahre für mehrere große Tierschutzorganisationen tätig. Sie hat unter anderem Bücher über Hunde verfasst und arbeitet inzwischen hauptsächlich als Autorin von Fachartikeln zu Themen rund um unsere vierbeinigen Freunde.

    Quellenangaben

    Alle Seiten Tierarztkosten Hunde

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