Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel

Viele pflanzliche Produkte enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Daher eignen sich diese Stoffe als Zusatz zum Hundefutter. Wir zeigen Ihnen einige pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel und nennen Ihnen Anwendungsfälle.

Algen

Algen sind Wasserpflanzen, die große Mengen an Vitaminen, insbesondere Vitamin A und B, Spurenelementen und gesättigten Fettsäuren enthalten. Während sie im europäischen Raum wenig Anteil am Speiseplan haben, sind Algen in Asien ein beliebtes Speisemittel.

Als Nahrungsergänzungsmittel liefern Algen viele wichtige Mineralstoffe. Meist kommen die die Sorten Spirulina oder Chlorella zum Einsatz. Spirulina gedeiht in Süß- und Salzwasser geteilt und hat einen hohen Jod-Anteil. In Algen sind große Mengen Chlorophyll und Cycocyanin enthalten. Diese Stoffe werden als Entgifter und Radikalfänger in der Leber und den Nieren sehr geschätzt. Sie eignen können daher gut für Entgiftungskuren bei nieren- oder leberkranken Hunden eingesetzt werden.

Algen werden meist als Pulver oder in Tabletten angeboten. In asiatischen Supermärkten bekommen Sie jedoch auch Algen in getrockneter oder frischer Form.

Apfelessig

Bereits Hildegard von Bingen, eine Vorreiterin der Heilkunde, hat im 13. Jahrhundert die Wirkung von Apfelessig untersucht. Sie kam zu dem Schluss, dass diese Flüssigkeit heilende Wirkung hat. Heute weiß man, dass Apfelwein unter anderem Vitamine und Mineralstoffe enthält, dabei besonders große Mengen Kalium.

Apfelessig hat eine antibakterielle Wirkung und kann daher sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden. Um das Fell zu unterstützen, kann Ihr Hund auch mit einer verdünnten Apfelessig Mischungen gewaschen werden. Bei innerlicher Anwendung verhindert Apfelessig z.B. Entzündungen im Magen und Rachenraum.

Zudem unterstützt er die Verdauung. Die verschiedenen Säuren, die im Apfelessig enthalten sind, wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Wie viel Apfelessig dem Hund gegeben werden sollte, hängt von der Größe ab. Apfelessig sollte aufgrund seiner Säure nur selten zugegeben werden, ansonsten droht Sodbrennen.

Aloe Vera

Aloe Vera gewinnt man aus dem Saft der Aloe-Pflanze. Er ist in den fleischigen Blättern enthalten. Das Gel enthält eine einzigartige Mischung verschiedener Mineralstoffe und Vitamine. So sind Vitamin A, C und E sowie alle Vitamin B Sorten enthalten. Zudem enthält Aloe Vera Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Mangan, Kupfer, Chrom und Zink.

Darüber hinaus sind essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Enzyme und andere Pflanzenstoffe enthalten. Es hat sich in verschiedenen Untersuchung gezeigt, dass der Zucker Acemannan in der Aloe Vera Pflanze eine antivirale und antibakterielle Wirkung hat. Er kann damit genutzt werden, um das Immunsystem zu stärken und die Zellen von Haut, Gefäßen und Bewegungsapparat zu stärken.

Aloe Vera kann äußerlich angewendet werden, wenn Ihr Hund unter Fellbeschwerden, Hautausschlägen und Juckreiz leidet. Es tötet Keime ab und hemmt Entzündungen. Der Nahrung hinzugefügt, hilft Aloe Vera gegen Magen- und Darmentzündung und stärkt die Darmflora.

Weil Aloe Vera eher unangenehm schmeckt, muss es mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln wie beispielsweise Honig kombiniert werden, damit der Hund es frisst. Wie bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln sollte Aloe Vera nicht dauerhaft gegeben werden. Maximal acht Wochen als Kur sollten es sein.

Blütenpollen

So werden die männlichen Keimzellen von Pflanzen bezeichnet. Die Pollen werden von Bienen aufgenommen und finden sich teilweise auch im Honig wieder. Je nach Art der Pflanze enthalten Blütenpollen verschiedene Kohlenhydrate, Fettsäuren, Aminosäuren und Mineralstoffe.

 

Blütenpollen eignen sich hervorragend für Tiere, die psychischen Stress ausgesetzt sind. Zudem steigern Sie den Appetit und können deshalb für schwache oder kranke Hunde als Appetitanreger zugegeben werden. In den meisten Fällen werden Blütenpollen in Dragee-Form oder Kapseln angeboten. In diesem Fall sind den biologisch aktiven Stoffen unnötige Füllstoffe zugesetzt. Suchen Sie lieber reine Blütenpollen, wenn Sie diese als Nahrungsergänzungsmittel einsetzen wollen.

Flohsamenschalen

Der Flohsamen ist eine indische Pflanze aus der Familie der Wegeriche. Die äußere Schale der Samen hat eine hervorragende Wirkung als Nahrungsergänzungsmittel. Sie hilft, die Verdauung zu regulieren und hat sowohl bei Verstopfung, als auch bei Durchfall positive Effekte. Flohsamen entziehen dem Chymus Wasser und helfen damit, Durchfall vorzubeugen. Zudem binden Flohsamen verschiedene Bakterien, sodass sie sich nicht in der Darmflora einnisten können.

Flohsamen können auch bei Übergewicht eingesetzt werden. Weil sie stark quellen, kann so das Volumen des Nahrungsbreis vergrößert werden, ohne dass weitere kalorienhaltige Zutaten enthalten sind.

Weil Flohsamen stark aufquellen, sollte Ihr Hund genügend Wasser zu sich nehmen.

Gerstengras

Gerstengras enthält eine hohe Anzahl an verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen. Zudem sind Enzyme, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren, Flavonoide, Tryptophan, Chlorophyll und viele andere Teil dieser Nährstoffverbindung.

Gerstengras eignet sich daher, um die Wundheilung zu fördern, die Zellen zu stärken, den Körper zu entgiften und die Verdauung in Schwung zu bringen. Es gibt sogar Fälle, bei denen Tumorerkrankungen mit Hilfe von Gerstengras zurückgegangen sind.

Sicher haben Sie schon einmal beobachtet, wie Ihr Hund Gras frisst. Dieses Verhalten ist darauf zurückzuführen, dass der Vierbeiner instinktiv weiß, dass im Gras viele wirksame Inhaltsstoffe enthalten sind.

Goji-Beeren

Beeren sind im allgemeinen ein guter Lieferant für Vitamine im Hundefutter. Die asiatische Goji-Beere, auch als Gemeinde Bockhorn oder chinesische Wolfsbeere bekannt, zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an Vitaminen aus. Insbesondere Vitamin A, B und C sind in hoher Konzentration enthalten.

Zudem ist die Goji-Beere reich an Mineralstoffen wie beispielsweise Eisen, Magnesium und Calcium. Goji-Beeren verfügen zudem über verschiedene Inhaltsstoffe, welche die Augengesundheit unterstützen. Die Beeren sind darüber hinaus der Leberfunktion zuträglich und können gegen Krebs vorbeugen. Als Nahrungsergänzungsmittel sollten die Beeren getrocknet oder gemahlen im Hundefutter hinzugegeben werden.

Melasse

Als Melasse bezeichnet man ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr oder Rüben. Melasse enthält noch etwa 50% Fruchtzucker und kann damit ein guter Lieferant für Kohlenhydrate sein. Sie enthält kaum Vitamine, aber eine große Anzahl an Mineralstoffen. Sie kann daher z.B. bei verschiedenen Erkrankungen wie Dermatitis, Juckreiz und Anämie eingesetzt werden.

Nüsse

Nüsse sind hervorragende Lieferanten für verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Zudem enthalten sie wichtige ungesättigte Fettsäuren und hochwertige pflanzliche Eiweiße, die der Hund leicht verwerten kann. Die meisten Nüsse sind für Hunde verträglich. Dennoch sollten Sie nur in kleinen Mengen zugegeben werden. Macadamia und Mandeln dürfen Hunden nicht zu sich nehmen.

 

Aufgrund ihrer starken Kalorienhaltigkeit sind Nüsse vor allem für untergewichtige Hunde empfehlenswert. Bei übergewichtigen Hunden sollten Sie auf die Gabe von Nüssen verzichten.

Nüsse können jedoch auch zur Gefahr werden. Insbesondere beim Gassi gehen oder im Garten fressen Hunde gerne Bestandteile von Nüssen, die sie nicht vertragen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn im Garten ein Walnussbaum wächst. Manchmal frisst der Hund die grünen Schalen Schalen von Walnüssen. Das sollten Sie in jedem Fall unterbinden, da diese von Schimmelpilzen befallen sein können.

Weidenrinde

Rinde ist schon im alten Ägypten als Heilmittel bekannt gewesen. Sie lässt sich z.b. gegen Fieber, Entzündungen und Schwellungen einsetzen. Sie enthält viele Flavonoide und Chlorogensäure. Weidenrinde kann zudem verschiedene Entzündungen, Schmerzen, Arthrose und Arthritis mindern. Weidenrinde kann als Tee, Extrakt oder Dragees verabreicht werden.


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