Gemüse und Obst für Hunde

Unsere Vierbeiner haben sich durch die Domestizierung an eine Ernährung gewöhnt, die Allesfressern ähnelt. Wie wir bereits ausgeführt haben, ernähren sich auch die Vorgänger unserer Haushunde nicht ausschließlich von Fleisch. Daher können Sie Ihrem Hund auch verschiedene Gemüse- und Obstsorten füttern. Welches Gemüse und Obst besonders gut verträglich ist, erfahren Sie hier.

Flavonoide – was Obst und Gemüse zum Superfood macht

Obst und Gemüse enthalten eine ganze Reihe an Mineralstoffen und Vitaminen. Durch diese Eigenschaften leisten sie bereits einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Darüber hinaus enthalten Obst und Gemüse aber auch eine echte Geheimwaffe – die Flavonoide.

Gemüse gesund für Hunde.
Gemüse enthält Flavonoide, die viele positive Wirkungen haben.

Diese Stoffe werden ausschließlich von Pflanzen gebildet. Daher können sie auch nur mit pflanzlicher Nahrung aufgenommen werden. Die Flavonoide erfüllen verschiedene Funktionen im pflanzlichen Organismus: Sie sind etwa für die Farbe der Blüten zuständig, schützen die Pflanze vor UV-Strahlung oder schrecken Feinde ab.

Wegen ihrer positiven Wirkung auf Menschen (und andere Säugetiere) sind Flavonoide in der Pflanzenheilkunde ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel. Sie werden in diesem Zusammenhang auch als Phytamine bezeichnet.

Verschiedene Studien haben die positiven Auswirkungen von Flavonoiden untersucht. Dabei hat sich herausgestellt, dass diese Stoffe Allergien vorbeugen und entzündungshemmend wirken. Manche helfen dem Körper, Viren oder Mikroben zu bekämpfen. Darüber hinaus unterstützen sie den Organismus bei der Bindung von freien Radikalen. Einige Untersuchungen zeigen zudem, dass Flavonoide vorbeugend gegen Krebs wirken. Sie hemmen wucherndes Zellwachstum und hindern den Krebs somit daran, sich auszubreiten.

Alle diese Eigenschaften von Flavonoiden tragen dazu bei, dass Obst und Gemüse eine sinnvolle Beigabe zum Hundefutter sind.

Gemüse für den Hund

Die meisten Gemüsesorten eignen sich gut zur Fütterung Ihres Hundes. Je nach Vorliebe Ihres Vierbeiners können Sie fast über die gesamte Palette des Gemüsegartens verfügen. Doch wie sonst auch, gibt es zu dieser Regel einige Ausnahmen.

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Nachtschattengewächse

Bei Nachtschattengewächsen müssen Sie eine gewisse Vorsicht walten lassen: Diese Gemüsesorten enthalten in nicht gereifter Form Solanin. Dieser Stoff ist für unsere vierbeinigen Freunde leicht giftig. Nachtschattengewächse sollten daher nur zum Hundefutter gegeben werden, wenn sie vollreif sind. Bei der Kartoffel sollten Sie zudem darauf achten, dass sie am besten gekocht verfüttert wird.

Beispiel für Nachtschattengewächse:

  • Tomaten
  • Paprika
  • Aubergine
  • Kartoffel

Nicht für Hunde geeignete Gemüsesorten

Einige Gemüsesorten sollten nicht den Weg in den Fressnapf finden. Sie haben Eigenschaften, die dazu führen, dass Ihr Hund diese Sorten schlecht verdauen kann.

Zu den ungeeigneten Gemüsesorten gehören:

  • Bohnen, Kohl und Hülsenfrüchte: Diese Gemüsesorten enthalten viele Ballaststoffe. Diese können von Ihrem Hund nur schwer verdaut werden. Außerdem ist die Darmtätigkeit nach dem Füttern von blähendem Gemüse nicht nur für den Hund, sondern auch für den Besitzer unangenehm. Blähende Sorten enthalten zudem den Wirkstoff Phasin. Dieser kann die roten Blutkörperchen verkleben und zu einer Blutarmut führen!
  • scharfe Gemüsesorten: Gemüse wie Chilischoten, Radieschen oder Rettich sind für Hunde ungeeignet. Scharfes Futter löst eine Schmerzreaktion aus, die für Ihren Vierbeiner unangenehm ist. Daher ersparen Sie ihm diese Erfahrung lieber.
  • Zwiebel- und Lauchgewächse: Jegliche Art von Zwiebeln oder Lauch, also auch Porree und Frühlingszwiebeln können Hämolyse verursachen. Deshalb sollten diese Gewächse, unabhängig ob getrocknet, gekocht oder roh, nicht an den Hund verfüttert werden.
  • Avocado: Was für den Menschen ein Superfood, ist für Hunde Gift. In Avocados ist Persin enthalten. Dieser Stoff kann Durchfall und Erbrechen verursachen. Bei einer massiven Überdosierung besteht sogar die Gefahr einer Vergiftung.

Obst für den Hund

Hunde Obst
Obst enthält nicht nur viele Vitamine, es schmeckt einigen Hunden auch sehr.

Die meisten Obstsorten können Sie Ihrem Hund ohne Bedenken füttern. Achten Sie bei Steinobst darauf, dass Sie die Kerne entfernen. Sonst können Schäden am Gebiss entstehen oder der Hund sich am Kern verschlucken.

Beeren eignen sich besonders, wenn Ihr Hund an Magen-Darm-Beschwerden leidet. Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren enthalten Gerbstoffe, die den Darmparasiten das Leben schwer machen.

Ananas und Papaya sind besonders wertvolle Obstsorten, da sie besondere Enzyme enthalten. In Ananas ist Bromelain enthalten, das antiseptisch wirkt und die Wundheilung beschleunigt. Wegen ihres hohen Säuregehalts sollte Ananas nicht zu oft und bei Hunden mit empfindlichen Schleimhäuten nicht gefüttert werden.

Papayas enthalten Papain, ein Enzym, das den Eiweißstoffwechsel fördert. Es ist vermehrt in den Kernen der Papaya enthalten. Papain ist außerdem für Hunde, die an Pankreasinsuffizienz leiden, ein hilfreiches Enzym.

Nicht für Hunde geeignete Obstsorten

Einige Obstsorten schaden mehr, als dass sie nutzen und sollten daher nicht für Fütterung von Hunden eingesetzt werden.

Diese Obstsorten sind für Hunde unverträglich:

  • Rosinen und Trauben, die Kerne enthalten: In den Kernen ist Blausäure enthalten. Diese kann zur Vergiftung Ihres Vierbeiners führen. Verzichten Sie auch auf die Fütterung, wenn Sie nicht sicher sind, ob die Traube Kerne enthält.
  • Zitrusfrüchte: Wegen Ihres hohen Säuregehalts sind Zitronen, Limetten, Grapefruits und Orangen nicht für Hunde geeignet.
  • Quitten: Sind für Hunde unverdaulich. Zudem enthalten Sie viele Gerbstoffe. Quitten sollten weder roh noch gekocht im Hundenapf landen.
  • Holunderbeeren: Enthalten das giftige Sambunigrin. Dieser Stoff bildet in Verbindung mit Wasser Blausäure, die für Hunde giftig ist. Holunderbeeren sollten daher keinesfalls gefüttert werden.

Anteil an Obst und Gemüse im Hundefutter

Je nachdem, ob Sie Ihrem Hund Getreide füttern, kann der Anteil von Obst und Gemüse ein Drittel bis zur Hälfte der Ration ausmachen. Somit bekommt Ihr Hund wertvolle Spurenelemente, Mineralstoffe und Enzyme. Durch eine abwechslungsreiche Mischung bleibt er zudem gesund und vergnügt.

2 Kommentare zu „Gemüse und Obst für Hunde“

  1. Wie ist denn das mit den Obstschalen? Also bei Pfirsich, Apfel, Erdbeeren etc ist das ja kein Thema, aber wie ist das denn bei z.B. Kohlrabi-Schalen oder von Melone (Wassermelone)? Mein Dad hat wohl meinem Hund ein bisschen davon gegeben und das war kein Problem, aber spektisch war ich schon etwas…

    1. Hallo Nora,

      bei Wassermelonen Schalen würde ich drauf verzichten. Beim Kohlrabi können jedoch gerne auch die Blätter mit verfüttert werden, so sie denn gefressen werden.

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