Fleisch für Hunde: einzelne Fleischarten

Die Eigenschaften der Bestandteile im Hundefutter hängen nicht nur davon ab, welchen Teil des Schlachttieres man füttert. Auch zwischen unterschiedlichen Tierarten bestehen Unterschiede im Nährwert und Struktur des Fleischs. Wir bieten Ihnen einen Überblick über die einzelnen Tierarten.

Qualität des Fleischs

Um eine hohe Qualität des Hundefutters sicherzustellen, sollten Sie auf Fleisch aus ökologischer Tierhaltung zurückgreifen. In diesem Fleisch befinden sich keine Medikamentenrückstände oder hohe Konzentrationen an Stresshormonen. Durch die höhere Qualität des Futters der Nutztiere ist auch der Nährstoffgehalt von Bio-Fleisch höher. Während das Muskelfleisch aus Bio-Haltung oft teuer ist, können Innereien meist günstig erworben werden. Das liegt daran, dass viele Tierinnereien nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Einzelne Fleischsorten

Rohes Fleisch

Je nach Art der Ernährung unterscheiden sich die Nährstoffgehalte von verschiedenen Fleischsorten. Sie können für Ihren Vierbeiner grundsätzlich aus der gesamten Palette auswählen: Von Rind über Geflügel bis hin zu Strauß- und Känguru. Lediglich auf die Fütterung von rohem Schweinefleisch sollten Sie verzichten, da es mit dem für Hunde tödlichen Aujeszkyvirus belastet sein kann.

Fisch

Fisch zählt zwar nicht im engeren Sinne zu Fleisch, jedoch zu den tierischen Bestandteilen, aus denen das Futter unserer Hunde bestehen sollte. Gerade Meerwasserfische enthalten essenzielle Fettsäuren, die den Fettstoffwechsel der Vierbeiner unterstützen. Zudem ist Fisch eine gute Quelle für Jod, Zink, Selen, Phosphor und verschiedene Vitamine. Salzwasserfische sollten gegart werden, damit die enthaltenen Thiaminasen abgetötet werden. Diese Enzyme spalten das wertvolle Vitamin B1 auf und sind somit kontraproduktiv für den Vitaminhaushalt.

Größere Gräten sollten Sie entfernen, damit Ihr Hund sich daran nicht verschluckt. Wenn Sie ganze Fische füttern, prüfen Sie den Kopf auf Angelhaken, damit sich Ihre Fellnase nicht verletzt.

Geflügel

Das Fleisch von Puten, Hühnern, Gänsen oder Enten gilt als besonders leicht verdaulich. Es ist daher auch für Welpen und Senioren sehr zu empfehlen. Die meisten Hunde fressen die verschiedenen Bestandteile von Geflügel auch gern. Gerade Brust, Hälse oder Schenkel können daher regelmäßig einen Bestandteil der Mahlzeit bilden. Köpfe und Füße werden von Hunden auch gefressen, sollten aber eher als Beschäftigung denn als Nahrungsbestandteil eingesetzt werden.

Die Flügel sind sehr fleischarm, enthalten aber spitze Knochen. Sie sollten deshalb nicht als ganzes gefüttert werden. In gewolfter Form lassen sich aber alle Teile des Geflügels (auch Knochen) verfüttern.

Geflügel hält keine lange Lagerung aus und sollte daher kurz nach dem Kauf verzehrt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass das Fleisch mit Salmonellen kontaminiert ist. Zwar sind Hunde im allgemeinen nicht besonders empfindlich, was Salmonellen betrifft. Gerade Vierbeiner mit schwachen Immunsystem sollten Geflügel dennoch eher gegart als roh bekommen.

Weil Geflügel sehr stressanfällig ist, bietet sich an, auf Bio-Qualität beim Fleisch zu achten. Dieses enthält eine geringere Konzentration an Stresshormonen, welche sich durch das Fleisch auch auf den Organismus des Hundes übertragen können.

Känguru, Pferd, Strauß

Diese Fleischsorten eignen sich insbesondere für Hunde, die allergisch auf herkömmliches Fleisch reagieren. Weil diese Fleischsorten ungewöhnlich sind, können sie für allergische Tiere als Proteinquelle dienen. Nachteil ist dabei der vergleichsweise hohe Preis.

Kaninchen

Als natürliche Beute standen Kaninchen auf dem Speiseplan des Wolfs. Sie können daher ohne Bedenken auch zur Fütterung von Haushunden genutzt werden. Hasen- und Kaninchenohren können zudem als Leckerli und Beschäftigung gefüttert werden. Weil Kaninchen spitze Knochen haben, sollten Sie diese vorm Füttern entfernen, damit sich Ihr Hund daran nicht verletzt. Insbesondere in den Gliedmaßen und der Schulter sitzen viele dieser spitzen Knochen.

Rindfleisch

Alle Teile vom Rind eignen sich für die Ernährung Ihres Hundes. Das Angebot an Muskelfleisch und Innereien vom Rind ist sehr breit, sodass Sie eine große Auswahl haben.

Rindfleisch hat einen niedrigen Fettgehalt und ist daher gut verträglich für viele Hunde. Der Anteil an essenziellen Fettsäuren im Rindfleisch ist gering. Dafür ist überdurchschnittlich viel Zink enthalten.

Einige Hunde sind anfällig für Rindfleischallergien. Wenn Ihr Vierbeiner allergisch reagiert, sollten Sie auf die Fütterung von Rind verzichten. Es kommt jedoch häufig vor, dass Allergien im Laufe einer artgerechten Fütterung zurückgehen.

Junge Rinder werden bis zu einem Alter von ca. sechs Monaten als Kälber bezeichnet. Kalbfleisch ist etwa magerer als das ausgewachsener Rinder. Es ist zudem zarter, enthält aber weniger Eisen. Die Knochen von Kälbern sind recht weich und finden daher bevorzugt für die Knochenfütterung Verwendung.

Schaf und Ziege

Schafe und Ziegen führen in vielen Fällen ein vergleichsweise artgerechtes Leben. Sie haben viel Auslauf und genügend Gelegenheit, frisches Grün zu fressen. Dadurch ist Fleisch von Ziegen und Schafen oftmals von hoher Qualität. Das Fleisch ist relativ proteinarm und eignet sich dadurch auch bei speziellen Diäten. Bis auf Magen und Darm, die manchmal Parasiten beherbergen, können auch alle inneren Organe von Schafen und Ziegen auf dem Speiseplan Ihres Vierbeiners stehen.

Schwein und Wildschwein

Schweinefleisch hat einen hohen Fettgehalt und wird von vielen Hunden deshalb nur schlecht vertragen. Zudem kann rohes Schweinefleisch das Aujeszky-Virus enthalten. Bei Hunden löst dieses Virus die so genannte Pseudowut aus, die zur Rückenmarksentzündungen und raschem Tod führt. Zwar liegt der letzte bekannte Fall von Pseudowut beim Hund schon einige Zeit zurück, dennoch kann man auf die Fütterung verzichten.

In gegartem Zustand wird Schweinefleisch manchmal als Futter für allergische oder zu dünne Hunde eingesetzt.

Wild

Das Fleisch von frei lebenden Säugetieren, etwa Rehen und Hirschen, ist besonders hochwertig. Es enthält weder Medikamentenrückstände noch übermäßig viele Stresshormone. Das Fleisch ist zudem sehr kalorienarm und enthält nur wenig Fett. Hunde können es sehr gut verdauen. Wildfleisch enthält auch viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Sie sollten das Wildfleisch genau prüfen, bevor sie es Ihrem Hund füttern. Mitunter können noch Rückstände von der Jagdmunition im Fleisch stecken, an denen sich der Hund verschlucken kann. Zudem sind die Bleiwerte in Wild, das mit bleihaltiger Munition erlegt wurde, etwas erhöht. Dies hat meist aber keine Auswirkungen auf die Gesundheit.

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