Katzenseuche - welche Kosten können für Impfung und Behandlung entstehen

Katzenseuche - welche Kosten können für Impfung und Behandlung entstehen

Die Feline Panleukopenie oder Katzenseuche ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die für alle Katzenarten (und auch einige andere Tierarten wie Waschbären oder Nerze) gefährlich ist.

Vor allem bei jungen oder vorerkrankten Katzen ist der Verlauf oft dramatisch. Was Du über die Krankheit wissen musst, ob eine Impfung die Katze schützen kann und welche Kosten dafür entstehen, sagen wir Dir hier.

Mögliche Kosten einer Katzenseuche-Impfung (nach neuer GOT von 2022):

Art der Impfung Kosten (je nach Präparat und Praxis ca.)
Impfung gegen Katzenseuche 30 - 40 Euro
Kombi-Impfung Katzenschnupfen / Katzenseuche 50 - 70 Euro

(Diese Kosten können je nach verwendetem Präparat, Aufwand und Tierarzt variieren, daher sind nur ungefähre Angaben möglich)

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Stand 31.12.2022
Wir empfehlen dir ein unverbindliches Gespräch mit den Mitarbeitern zu führen falls du bereits über eine Katzenkrankenversicherung für deinen Liebling nachdenkst, denn Krankenversicherung für Katzen bedeutet auch Tierschutz. Oft wird man von den anfallenden Kosten überrascht und kann sich evtl. eine OP oder Vorsorge Kosten nicht leisten.

Katzenseuche - Übertragungswege und Verlauf der Krankheit

Der Erreger der Felinen Panleukopenie ist das weltweit verbreitete Parvovirus FPV, welches eng verwandt ist mit dem Parvovirus der Hunde (CPV). Dennoch sind beide Viren nicht für die jeweils andere Tierart ansteckend.

Parvoviren vermehren sich im Zellkern von befallenen Körperzellen der Katze. Außerhalb in der Umgebung sind diese Viren extrem widerstandsfähig gegenüber Temperatureinflüssen, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln und selbst nach einem Jahr noch infektiös.

Die Ansteckung erfolgt entweder im direkten Kontakt zwischen Katzen über infektiöse Sekrete (Speichel, Nasensekret, Urin oder Kot) oder über verunreinigte Gegenstände in der Umgebung der Katzen (z.B. Futternäpfe, Spielzeuge, Decken, Katzentoilette).

Zudem können die Viren direkt von trächtigen Mutterkatzen auf ihre ungeborenen Jungen oder von blutsaugenden Insekten wie Flöhen oder Zecken übertragen werden. In Haltungen mit vielen Katzen oder wechselnder Population (v.a. Tierheime, Zuchten, Katzenpensionen) ist der Infektionsdruck besonders hoch.

Die Viren dringen nach der Ansteckung vor allem in Körperzellen ein, die eine hohe Teilungsrate aufweisen, etwa im Knochenmark, Magen-Darm-Trakt oder im Lymphsystem. Nach einer Inkubationszeit von etwa drei bis zwölf Tagen treten dann die ersten Krankheitssymptome auf. Dabei können drei unterschiedliche Verlaufsformen vorkommen:

  • Perakuter Verlauf: Dieser betrifft vor allem junge Kätzchen, deren Immunabwehr noch nicht ausreichend aufgebaut ist und die noch nicht geimpft wurden; ohne vorherige Krankheitsanzeichen sterben die Tiere plötzlich.
  • Akuter Verlauf: Die Katze zeigt ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden, verweigert die Futteraufnahme und leidet unter Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, der auch blutig sein kann; hohes Fieber kann zu Austrocknung führen; durch den Befall des Knochenmarkes kommt es zu einem Rückgang der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), dadurch wird das Immunsystem weiter geschwächt, bakterielle Sekundärinfektionen können weitere schwere Krankheitssymptome auslösen.
  • Subakuter Verlauf: Vor allem bei ausgewachsenen, ansonsten gesunden Katzen können milde Symptome wie leichter Durchfall, mäßiges Fieber und Abgeschlagenheit auftreten; in manchen Fällen wird der Durchfall durch die bleibende Schädigung des Darmepithels jedoch chronisch.

Eine Virusübertragung von einer infizierten Katze auf ihre ungeborenen Welpen führt häufig zu Fehlgeburten. Werden die Kätzchen dennoch ausgetragen, sind sie meist missgebildet und leiden unter Augenproblemen oder Bewegungsstörungen.

Zeigt eine Katze Symptome, die auf eine Panleukopenie hindeuten könnten, muss sie schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt werden. Die Sterblichkeitsrate bei unbehandelten Katzen ist leider sehr hoch.

Diagnose und Therapie

Die Symptome bei einer Katzenseuche-Erkrankung sind relativ unspezifisch und können auch auf andere Krankheiten (zum Beispiel FIP, FIV, FeLV) oder einen Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt hindeuten. Daher ist eine spezielle Diagnostik notwendig.

Der Tierarzt wird zunächst den Impfstatus der Katze überprüfen und nach einer ersten Allgemeinuntersuchung des Tieres eine Blutprobe entnehmen. Darin können im Labor sowohl Antikörper gegen das FP-Virus nachgewiesen werden als auch der Mangel an Leukozyten, der als typisches Symptom gilt. Ein Schnelltest zum Virusnachweis im Kot ist möglich, aber nicht immer sicher.

Die Behandlung der Katze richtet sich nach ihrem Allgemeinzustand und der Ausprägung der Symptome. Bei akuten Verläufen einer Katzenseuche-Infektion geht es vorrangig darum, den Durchfall zu stoppen und eine Austrocknung des Tieres zu verhindern.

Infusionen mit Elektrolyten und Nährstoffen, Schmerzmittel, Medikamente gegen Übelkeit und zum Schutz vor bakteriellen Sekundärkeimen sind somit die erste Therapie. Immunglobuline können zusätzlich das Immunsystem der Katze bei der Infektabwehr unterstützen. Meist wird der Patient zur Intensivbehandlung für einige Tage stationär in einer Klinik aufgenommen.

Handelt es sich um einen eher milden Verlauf der Infektion, kann auch eine ambulante Therapie durchgeführt werden. Die erkrankte Katze muss für mehrere Wochen strikt das Haus hüten, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern und ihr genügend Zeit zur Genesung zu geben.

Viel Ruhe, eine ausgewogene und gesunde Ernährung, zunächst bis zum Abklingen der Magen-Darm-Symptome mit spezieller Schonkost, und Medikamente zur Vermeidung von Sekundärinfektionen können in vielen Fällen zu einer kompletten Ausheilung führen. Eine überstandene FPV-Infektion führt zu einer lebenslangen Immunität der Katze.

Da eine infizierte Katze selbst bei mildem Krankheitsverlauf das Virus über mehrere Wochen ausscheidet, ist ein intensives Hygienemanagement notwendig, um die Umgebung virusfrei zu bekommen. Andere Katzen müssen streng getrennt von dem erkrankten Tier gehalten und sämtliche Kontaktgegenstände gründlich gereinigt und mit speziellen Desinfektionsmitteln behandelt werden.

Auch Kleidung, Schuhe und Pflegeutensilien sollten strikt gewechselt werden, nachdem die kranke Katze versorgt wurde. Eine Virusübertragung kann auch bereits vor dem Auftreten klinischer Symptome erfolgen.

Ist eine Impfung gegen Katzenseuche möglich?

Der sicherste und beste Schutz vor einer Infektion mit dem Felinen Parvovirus und der Ausbreitung der Erreger ist die regelmäßige Impfung. Daher zählt die "Ständige Impfkommission Veterinärmedizin“ diese auch zu den sogenannten CORE-Impfungen, die für jede Katze unabhängig von ihrem Haltungssystem empfohlen werden.

Die Erstimmunisierung erfolgt in der achten Lebenswoche (bestenfalls zusammen mit der Impfung gegen die hauptsächlichen Erreger des Katzenschnupfens). Zwei Booster-Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche sind notwendig für die Grundimmunisierung, dann wird im 15. Lebensmonat und ab da alle drei Jahre wieder geimpft.

In Katzenzuchten kann unter Umständen ein engeres Impf-Intervall empfohlen werden, um den Infektionsdruck zu verringern. Ist eine Katze vollständig geimpft, gibt sie die Antikörper auch an ihre Welpen weiter, die dadurch ebenfalls bis zur Erstimpfung ausreichend vor einer Ansteckung mit den Viren geschützt sind.

Kosten für die Impfung gegen Katzenseuche

Die Grundimmunisierung und auch die Folgeimpfungen gegen Katzenseuche werden meist zusammen mit der Impfung gegen die wichtigsten Erreger des Katzenschnupfens (Felines Herpesvirus, Felines Calicivirus) durchgeführt.

Die Kosten liegen je nach verwendetem Medikament und Praxis etwa zwischen 50 und 70 Euro. Zu einer Impfung gehört immer auch eine allgemeine Untersuchung der Katze, um Vorerkrankungen auszuschließen. Die Abrechnung erfolgt nach den Vorgaben der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die für jeden Tierarzt bindend ist.

Welche Kosten werden bei der FIV-Behandlung von der Versicherung übernommen?

Mit der Krankenversicherung von Figo Pet werden die Kosten für zahlreiche ambulante und stationäre tierärztliche Leistungen für Hunde lebenslang übernommen, bei einer Kostenerstattung von bis 90 % und einer flexiblen Obergrenze (3.000€, 6.000€ oder unbegrenzt).

Die Tarife kannst Du dabei sehr individuell an deine Katze und dein Budget anpassen. Bei der Krankenversicherung von Figo Pet sind alle Katzenrassen und Katzen jeden Alters willkommen.

Wie lassen sich die Kosten für eine FIV-Behandlung vermeiden?

Die regelmäßige und lückenlose Impfung gegen die gefährliche Katzenseuche ist der beste Schutz Deiner Katze gegen die Infektion. Je mehr Stubentiger geimpft sind, desto geringer ist die Gefahr einer Erregerverbreitung.

Wird die Vakzine direkt mit dem Schutz gegen Katzenschnupfen und - für Freigängerkatzen - gegen Tollwut kombiniert, bist Du auf der sicheren Seite und hast alles für die Sicherheit Deiner Samtpfote getan.

Eine hochwertige, artgerechte Ernährung, gute Haltungsbedingungen und Pflege und regelmäßige Gesundheits-Checks beim Tierarzt können zusätzlich dazu beitragen, dass Dein Tier ein starkes Immunsystem hat und Ihr viele gesunde und glückliche Jahre gemeinsam erleben könnt.

In Haushalten mit mehreren Katzen, vor allem in Zuchten, Tierpensionen und Tierheimen sollte ein besonders gründliches Hygienemanagement eingehalten werden, um einer Ausbreitung von Erregern der wichtigsten Infektionskrankheiten vorzubeugen.

Expertise / Zusammenarbeit

Heike Pankatz - Unsere Expertin in Sachen Tiergesundheit

Dr. med. vet. Heike Pankatz studierte Tiermedizin in Hannover und war über viele Jahre für mehrere große Tierschutzorganisationen tätig. Sie hat unter anderem Bücher über Hunde verfasst und arbeitet inzwischen hauptsächlich als Autorin von Fachartikeln zu Themen rund um unsere vierbeinigen Freunde.


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